Ängste oder Angststörungen
Ängste gehören zum Leben dazu. Wenn sie jedoch sehr stark werden, dauerhaft bestehen oder den Alltag zunehmend einschränken, können sie zu einer großen Belastung werden. Angststörungen können sich beispielsweise als Panikattacken, soziale Ängste, starke Sorgen oder bestimmte Ängste vor Situationen oder Orten zeigen.
Typische Anzeichen: Innere Anspannung, Grübeln, körperliche Reaktionen wie z.B. Herzklopfen oder Schwindel, aber auch das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen.
Therapie: In der Therapie geht es zunächst darum, die individuellen Auslöser und aufrechterhaltenden Faktoren der Ängste besser zu verstehen. Darauf aufbauend werden hilfreiche Strategien für den Umgang mit belastenden Gedanken, Gefühlen und körperlichen Reaktionen entwickelt und neue Erfahrungen im Umgang mit der Angst ermöglicht.
Niedergeschlagenheit oder Depressionen
Depressionen äußern sich häufig nicht nur durch Traurigkeit, sondern auch durch Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder das Gefühl, sich innerlich leer zu fühlen. Dinge, die früher Freude gemacht haben, wirken oft schwer oder bedeutungslos.
Typische Anzeichen: Gedrückte Stimmung, Interessenverlust, Rückzug, Grübeln, Selbstzweifel, Schlafstörungen oder Konzentrationsprobleme.
Therapie: In der Therapie wird gemeinsam erarbeitet, welche persönlichen Belastungsfaktoren sowie Denk- und Verhaltensmuster zur Entstehung und Aufrechterhaltung der depressiven Symptome beitragen. Darauf aufbauend werden Strategien entwickelt, um wieder mehr Aktivität, positive Erfahrungen und Selbstwirksamkeit im Alltag zu erleben sowie einen hilfreichen Umgang mit belastenden Gedanken und Grübeln zu entwickeln.
Belastende oder überwältigende Erfahrungen können auch lange nach dem eigentlichen Ereignis noch spürbare Auswirkungen haben und zu Traumafolgestörungen führen. Manche Menschen erleben nach traumatischen Erfahrungen anhaltende innere Anspannung, starke Ängste oder das Gefühl, emotional nicht zur Ruhe zu kommen.
Typische Anzeichen: Wiederkehrende belastende Erinnerungen, Albträume, erhöhte Schreckhaftigkeit, innere Unruhe, Vermeiden von „triggernden“ Situationen, emotionale Taubheit oder Schwierigkeiten im Umgang mit Gefühlen und Beziehungen. Viele Betroffene haben außerdem das Gefühl, ständig wachsam oder innerlich angespannt zu sein.
Therapie: In der Therapie wird gemeinsam erarbeitet, wie die traumatischen Erfahrungen bis heute nachwirken. Belastende Erinnerungen, Gefühle und Überzeugungen können anschließend schrittweise bearbeitet werden, sodass die Erfahrung gemacht wird, mit den Erinnerungen besser umgehen zu können und sie zunehmend als Teil der eigenen Lebensgeschichte zu integrieren.
AD(H)S im Erwachsenenalter
ADHS beziehungsweise ADS kann sich auch im Erwachsenenalter auf unterschiedliche Weise zeigen. Häufig stehen weniger motorische Unruhe als vielmehr Konzentrationsprobleme, innere Unruhe, Schwierigkeiten mit Struktur oder starke Impulsivität im Vordergrund.
Typische Anzeichen sind Probleme mit Organisation, Zeitmanagement, Aufschieben, emotionaler Regulation, Selbstzweifeln oder Erschöpfung durch langjährige Überforderung.
Therapie: In der Therapie wird gemeinsam untersucht, welche Auswirkungen die AD(H)S-Symptomatik auf Beruf, Alltag und Beziehungen hat. Anschließend werden individuelle Strategien entwickelt, um den Umgang mit Organisation, Zeitmanagement, emotionaler Regulation und Selbstzweifeln zu verbessern und vorhandene Stärken gezielter zu nutzen.
Menschen mit Zwangsstörungen erleben häufig belastende Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich aufdrängen und starke Unsicherheit oder Angst auslösen können. Um diese Anspannung zu reduzieren, werden oft bestimmte Handlungen oder Kontrollen wiederholt durchgeführt.
Typische Anzeichen: Wasch-, Kontroll- oder Ordnungszwänge, aber auch innere Zwänge wie ständiges Grübeln oder gedankliches Kontrollieren.
Therapie: In der Therapie wird gemeinsam untersucht, wie belastende Gedanken, Unsicherheit und zwanghafte Verhaltensweisen zusammenwirken. Anschließend werden Strategien entwickelt, um den Teufelskreis aus Anspannung und Zwangshandlungen zu durchbrechen und wieder mehr Freiheit im Alltag zu gewinnen.
Chronische Schmerzen beeinflussen oder belasten häufig das ganze Leben: Körper, Stimmung, Beziehungen sowie Alltag und Lebensgestaltung. Auch bei Erkrankungen wie beispielsweise Endometriose können Schmerzen, Erschöpfung und die damit verbundenen Einschränkungen zu einer großen Herausforderung werden.
Typische Anzeichen: Anhaltende oder wiederkehrende Schmerzen, Ängste, Depressionen, Erschöpfung, Schlafprobleme, Rückzug, Einschränkungen im Alltag oder das Gefühl, vom Schmerz bestimmt zu werden.
Therapie: In der Therapie geht es darum, einen Raum zu schaffen, in dem Ihre Beschwerden und die damit verbundenen Belastungen ernst genommen und verstanden werden. Gemeinsam entwickeln wir einen persönlichen Umgang mit den Schmerzen, der zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt. Ziel ist es, trotz bestehender Beschwerden wieder mehr Handlungsspielraum zu gewinnen und Raum für persönliche Werte, Lebensqualität und wichtige Aktivitäten zu schaffen.
Anhaltender Stress, hohe Anforderungen und das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen können langfristig zu körperlicher und psychischer Erschöpfung führen.
Typische Anzeichen: Überforderung, innere Unruhe, Erschöpfung, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten oder das Gefühl, ausgebrannt zu sein.
Therapie: In der Therapie werden die individuellen Stressoren und belastenden Muster im Alltag betrachtet. Gemeinsam werden neue Strategien entwickelt, um Überforderung zu reduzieren, eigene Bedürfnisse besser wahrzunehmen und einen gesünderen Umgang mit Anforderungen zu finden.
Ein geringer Selbstwert zeigt sich häufig in starker Selbstkritik, Unsicherheit oder dem Gefühl, nicht gut genug zu sein. Selbstwertprobleme äußern sich z.B. durch Selbstzweifel, Angst vor Ablehnung, Perfektionismus, ein ständiges Hinterfragen des eigenen Handelns, schädliche Vergleiche mit anderen oder auch Schwierigkeiten, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und auszudrücken.
Therapie: In der Therapie wird gemeinsam untersucht, wie Selbstzweifel und Selbstkritik entstanden sind und wodurch sie aufrechterhalten werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Umgang mit dem inneren Kritiker und selbstkritischen Denkweisen. Ziel ist es, belastende Überzeugungen zu hinterfragen, eigene Bedürfnisse stärker wahrzunehmen und ein stabileres Selbstwertgefühl sowie mehr Selbstakzeptanz zu entwickeln.
Vielleicht gibt es Belastungen in Ihrem Leben, die Sie beschäftigen. Vielleicht erleben Sie aber auch eine allgemeine Unzufriedenheit oder das Gefühl, dass etwas fehlt. Es kann hilfreich sein, mit einer außenstehenden Person darüber zu sprechen, Gedanken und Gefühle zu sortieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln. Im Rahmen eines Coachings unterstütze ich Sie gerne dabei, Klarheit zu gewinnen und passende Schritte für Ihre persönliche Situation zu finden.